Wenn der Wurm drin ist

Kein Holz ist vor ihnen sicher – den Holzwürmern. Gefrässige kleine Schädlinge, einmal im Holz fräsen sie sich fast unaufhörlich durch die Holzstruktur bis vom geliebten Möbelstück fast nur noch Staub übrigbleibt.

Wie und wo bemerkt man einen Holzwurmbefall?

Holzwürmer fühlen sich in jedem Holz wohl und können sowohl draussen wie auch drinnen vorkommen. Natürlich gibt es Holzarten wie Nadelholz, in dem sich der Wurm häufiger einnistet wie beispielsweise in harten Hölzern, also in Eichen- oder Buchenholz. Besonders wichtig für den Wurm ist eine feuchte Umgebung und konstante Temperaturen. So finden sich Holzwürmer oftmals in Dachstöcken und können dort verehrenden Schaden anrichten. Wird man der Plage nicht Heer kann es sogar so weit kommen, dass tragende Elemente eines Dachstockes durch akute Einsturzgefahr drohen. Einen Befall erkennt man ziemlich rasch. Die charakteristischen kleinen Bohrlöcher im betroffenen Holz sind ein erstes Indiz. Zudem findet man unterhalb oder um die Löcher häufig Holzstaub. Auf hellem Untergrund ist dieser Staub schlecht erkennbar – leg ein dunkles Blatt unter das Loch und nach ein paar Tagen lässt sich das feine Holzmehl besser erkennen. Je grösser die Anzahl der Löcher und die Menge des Staubs, desto weiter ist die Zerstörung fortgeschritten.

 

Die gängigen Hausmittelchen

Seit es Holzwürmer gibt, existieren auch mannigfaltige Hausmittelchen. Einige funktionieren in der Tat. So kann man dem Wurm Gar aus machen, indem man ihm hohen oder besonders tiefen Temperaturen aussetzt. Temperaturen über 55° oder unter 10° Grad lassen die Würmer und Larven absterben. Kleine Stücke können im Backofen und grössere beispielsweise in einer Sauna behandelt werden. Ist es Winter und die Aussentemperatur kühl genug, stellst du das Möbelstück auch einfach nach draussen. Aber Achtung, es sollte nicht feucht sein, allenfalls nimmt das Holz anderweitig Schaden.

Ein anderes Hausmittelchen ist der Einsatz von Eicheln. Holzwürmer lieben Eicheln. Du legst einfach ein paar Eicheln auf das betroffene Möbel und möglichst in der Nähe der Bohrlöcher, so verlassen die Würmer nach ein paar Tagen das Möbelstück, um sich über die Eicheln herzumachen. Diese kannst du dann ganz einfach im Garten entsorgen.

 

Im Notfall zum Spezialisten

Entdeckst du einen Befall an mehreren Möbelstücken oder wie eingangs erwähnt sogar in tragenden Bauelementen dann ist es wichtig sofort einen Experten für Schädlingsbekämpfung zu kontaktieren. Auch wenn der Wurm nur langsam frisst, vermehrt er sich doch rasch und kann von einem Objekt aus rasch alle möglichen Holzelemente in einem Haus befallen.

 

Dem Unglück vorbeugen

Damit der holzschädigende Wurm gar nicht in die geliebten Möbel und Holzkonstruktionen gelangt, gibt es unterschiedlichste Mittel dem vorzubeugen. Einige davon sind sehr einfach umzusetzen – andere hingegen sehr kostenintensiv. Am besten lassen sich Holzmöbel und Gegenstände durch Heizen schützen. Denn der Holzwurm kann nur in Holz mit einer Restfeuchte von über 10 % überleben. In einem kontinuierlich geheizten Raum ist das Holz in der Regel so trocken, dass der Holzwurm auch unbehandeltes Holz nicht befallen kann. Anfällig sind dagegen Hölzer an kühlen Orten wie Kellern, Dachböden, Kirchen, leerstehenden Gebäuden und in Schuppen.

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