Welche Holzsorten eignen sich für welche Produkte?

Ob ein Holz für Möbel, Bodenbeläge oder gar Terrassen oder Aussenverkleidungen verwendet wird, hängt von der Wertigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit ab. Als Kunde kann die Wahl zur Qual werden, denn die Auswahl ist fast unbegrenzt. Doch nicht jedes Holz lässt sich für jedes Produkt verwenden.

Standard-Holzsorten

In der Schweiz werden nach wie vor viele einheimische Holzarten verarbeitet. Die klassischen Hölzer sind dabei Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche, Fichte, Kiefer oder Tanne. Jedes dieser Hölzer wird breit eingesetzt, sei dies im Möbelbau, für Furniere, Parkette, aber auch ganze Baukonstruktionen. Dabei wird auf die Festigkeit und das Aussehen geachtet. In den letzten Jahren wurden zum Beispiel bei Architekten Fassaden aus Holz als Trend wiederentdeckt.

Edel-Holzarten

Neben den Standard-Holzsorten gibt es auch das sogenannte Edelholz. Edelholz wird bevorzugt für den Innenbereich verwendet und besonders häufig im Möbelbau und für dekorative Elemente eingesetzt. Doch auch für Parkette oder Täfelungen eignen sich Hölzer wie Kirsch- oder Nussbaum. Edelholz ist meistens nicht einheimisch, wie vielleicht Kirschbaum. Zudem ist Edelholz um ein vielfaches teurer als regulär erhältliche Holzsorten.

Drei Holzarten im Vergleich

Aus Ahorn wird helles Holz gewonnen, das farblich zwischen beinahe weiss bis zu hellbraun mit rötlichem Stich variiert. Die Maserung des europäischen Ahorns ist fein und gleichmässig, Vogelaugen und spezielle Muster kommen aber auch vor. In der Sonne dunkelt Ahorn rasch ab. Es wird gerne für Böden, Möbel, Furniere, Küchen und Tische verwendet.

Buchenholz ist hell, gelblich oder rötlich – ältere Bäume besitzen häufig einen rotbraunen Farbkern. Buchenholz ist nur schwach texturiert. Die Rotbuche ist der am häufigsten verbreitete Laubbaum in Europa. Nicht verwunderlich, dass Buche eines der bedeutendsten Nutzhölzer in unseren Breitengraden ist. Buche ist hart, elastisch, dicht und fest – ähnlich wie Eichenholz. Entsprechend wird das Holz breit eingesetzt, etwa für Böden, Möbel, Furniere und für stark beanspruchte Bauteile.

Das harte, gelblichbraune Holz ist der Klassiker unter den Laubhölzern. Eiche steht für Härte, Witterungsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit. Darüber hinaus ist das Holz erstaunlich elastisch. Eichenholz ist schön gemasert, die Jahresringe sind deutlich erkennbar. Das Holz findet breite Anwendung für Böden, Täfer, Möbel, Furniere, Konstruktionen - also praktisch überall im Innen- und Aussenbereich.

Die Farbe des Kern- und Splintholzes unterscheidet sich bei der Lärche deutlich, wobei das Kernholz viel dunkler ist als der hellgelbe bis rötliche Aussenbereich. Im Kernholz finden sich zudem Nageläste; kleine dunkle Äste, die in das Holz eingewachsen sind. Lärchenholz ist das stärkste und schwerste Nadelholz und ist somit sehr fest. Es lässt sich auch im Aussenbereich gut einsetzen, solange kein Erdkontakt besteht. Lärchenholz wird häufig für Konstruktionen am Bau eingesetzt. Auch Türen, Tore, Fenster- und Fassadenverkleidungen werden oft aus Lärchenholz produziert. Die aus den Berggebieten bekannten mit Lärchen ausgekleideten Älplerstuben verbreiten ihren ganz eigenen Charme und einen heimeligen Duft.

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