Holz lebt

Kennen Sie die Uhrenwerbung, die davon spricht, eine Uhr kauft man nicht nur für seine Generation, sondern auch für die Nachfolgende? Mit Holz verhält es sich ähnlich – nur um ein Vielfaches an Generationen!

Vom Samen bis zur Werkstatt
Jeder Baum beginnt mit einem Samenkorn. In verschiedenen Formen, Farben und unterschiedlichen Grössen sind sie uns bekannt. Der wohl bekannteste Samen mahlen und trinken wir auch – die Kaffeebohne. Der grösste Baumsamen stammt übrigens vom Coco de Mer oder auch die Seychellenpalme genannt. Er wiegt zwischen 10 und 25 Kilogramm und benötigt bis zur vollständigen Reife rund sieben Jahre. Vom Spriessen des Samens bis zum Baumtod vergeht einiges an Zeit. In unseren Breitengraden kann eine Fichte beispielsweise rund 300 Jahre alt werden. Eine Eiche oder Eibe hingegen bis zu 1‘000 Jahre und älter. Die Lebensdauer eines Baumes kann jedoch stark variieren und hängt von der Art und dessen Standort sowie von der Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ab. Bäume in Städten werden auch weniger alt als Bäume in Wäldern oder auf Feldern. Der älteste Baum der Welt steht übrigens in Schweden – eine Fichte, die rund 10‘000 Jahre alt ist und somit die letzte Eiszeit überlebt hat.

Damit ein Baum respektive das Holz auch qualitativ geeignet ist, um verarbeitet zu werden, ist das gesunde Wachstum eines Baumes wichtig. In unseren Breitengraden ist der Baum zwischen November bis Februar in der Ruhephase, dann von März bis April in der Mobilisierungsphase und sammelt Nährstoffe, um austreiben zu können. Von Mai bis Juli folgt die Wachstumsphase und von August bis Oktober beginnt der Baum mit der Depositionsphase, um Nährstoffe für die „Überwinterung“ zu sammeln. Durch dieses zyklische Wachstumsverhalten entstehen Jahresringe, die deutlich in einem Querschnitt durch einen Stamm erkennbar sind und auch die Qualität eines Holzes beeinflussen.

Das Alter eines Holzes in unserer Schreinerei kann aufgrund der unterschiedlichen Baumarten stark variieren. Es darf jedoch in den meisten Fällen davon ausgegangen werden, dass das Holz älter ist als der Kunde.

Vom Schreiner zurück zur Natur
Die Lebenszeit von Holz jedoch endet nicht mit der Verarbeitung. Altholz oder sogar antikes Holz ist stark gesucht und erzielt im Wiederverkauf zum Teil hohe Verkaufspreise. So werden auf Alpen sogar alte Scheunen abgebaut, um ans gesuchte Holzmaterial zu kommen. Aber auch Holz von minderer Qualität wird heute oft recycelt und neu in Form von Sperrholzplatten wiederverwendet. Holz in seinen unterschiedlichen Formen hat also eine unheimliche Langlebigkeit.

Wir von Tschudin AG tragen durch unsere professionelle und schonende Verarbeitung dazu bei, dass aus dem Werkstoff Holz ein Produkt mit Design und Funktion entsteht – und dies für die erste, aber auch die nachfolgenden Generationen.

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