Holz in Grossüberbauungen

Der Traum vom Einfamilienhaus ist tief verankert, gemäss einer Umfrage von Tamedia wünscht sich jeder zweite junge Schweizer den Einzug in ein Eigenheim, und dies innerhalb von zehn Jahren.

Nun, daran ist nichts falsch – im Gegenteil: Träumen wir doch alle vom eigenen Rückzugsort daheim, ein eigenes Zimmer für jedes Kind, die grosse, offene Küche und ein Garten, in dem man wunderbar grillieren kann. Es ist ehrlicherweise auch ein kleiner Leistungsausweis an sich selbst. Denn wer im Eigenheim wohnt, der hat es geschafft. Doch die Realität sieht manchmal leider anders aus. Die Schweiz ist und bleibt ein Volk von Mietern.

Es gibt hierzu die unterschiedlichsten Thesen, warum dies der Fall ist. Und nein, nicht weil etwa der Boden knapp und deshalb immer teurer wird oder es sich niemand mehr leisten könnte. Von uns ein kurzes Ausschweifen in die Volkswirtschaft:

  • Stockwerkeigentum wurde in der Schweiz spät eingeführt. Dies wirkt bis heute nach.
  • Eigentum wird in der Schweiz steuerlich nicht gefördert und ist darum weniger verbreitet.
  • Der hiesige Mietwohnungsmarkt ist vergleichsweise massvoll reguliert. Man findet deshalb Mietwohnungen guter Qualität.
  • Die Schweiz ist vergleichsweise stark verstädtert, deshalb ist das Einfamilienhaus als typische Eigentumsform eher rar.

Und gerade die zwei letzten Punkte sind massgebend, warum auch in Zukunft die Schweiz der Mietwohnung treu bleiben wird. Schon in den 1960er Jahren, als man begann, Plattenbauten überall hochzuziehen, waren sich renommierte Architekten bewusst: Dort wird einst der Mittelstand wohnen. Entsprechend hoch waren die Ansprüche an die Grundrisse, die Inneneinrichtungen und die Siedlungsqualität im Allgemeinen. Und genau hier kommt ein wichtiger Faktor ins Spiel, welcher einen klaren Unterschied zieht zwischen einer Mietwohnung und einer richtig attraktiven Mietwohnung.

Wie kann eine Wohnung oder ein Eigenheim soweit attraktiv für Interessenten gestaltet werden, dass diese als die eine richtige heraussticht? Die am Prominentesten präsentierten und am stärksten von den Interessenten wahrgenommenen Zimmer sind mit Abstand die Küche und das Badezimmer. Fehlt es hier an Design, der Technik oder Funktionalität, so schwindet das Interesse an einem Objekt bereits, und dies zu Recht. Und aus Sicht des Eigentümers oder eines Investors lohnt sich Holz in der Küche und im Badezimmer durchaus. Die Flexibilität, Pflegeleichtigkeit, die Einbauzeit und die Kosten, insbesondere beim Verbau grosser Stückzahlen, lassen die Preise besonders attraktiv nach unten purzeln. Und weil es heute bei Mietwohnungen spezielle Wünsche von Seiten der Mieterschaft gibt, kann jederzeit individuell auf Mass verändert oder erweitert werden.

Zurück