Chaletland Schweiz – Provokation oder Tradition?

Die Zweitwohnungsinitiative hat dem Bau von neuen Chalets in den Alpen nichts angetan. Ein eigenes Chalet ist nach wie vor bei vielen Menschen sehr beliebt. Doch woher kommt das benötigte Holz und ist wirklich alles Holz oder ist es nur ein schönes Gewand.

Altes Holz ist wertvoll

Im Mittelland ist Holz als Baustoff erst vor wenigen Jahren wirklich angekommen. In den Alpen und besonders in den High Society Alpengemeinden wie Gstaad, Zermatt oder St. Moritz wächst der Wert von Holz jedes Jahr. Gerade im Bereich des Chaletbaus wird auf das nachhaltige Material gesetzt. Wer es sich leisten kann, der verwendet altes oder sogar antikes Holz für die Fassade und den Innenausbau. Hierzu wird regelrecht Jagd auf altes Holz gemacht. Zum Teil werden sogar alte Viehhütten aufgekauft und das verbaute Holz wiederverwendet. Wer nicht über ein solch dickes Portemonnaie verfügt kann mit der Behandlung des Holzes tricksen und somit älter wirken. Besonders beliebt sind regionale Hölzer wie Fichten und Tannen, aber auch Edelhölzer wie Eiche, Kirschbaum oder Nussbaum.

Doch Holz alleine wird nicht nur für die Fassade und den Innenausbau genutzt. Viel Chalets bestehen von Grund auf aus Holz. Auch die Grundstruktur wird noch häufig, ebenfalls bei modernen Bauten, aus Holz angefertigt. Von den vielen hervorragenden technischen Eigenschaften des Holzes einmal abgesehen, ist der Wohnkomfort sehr hoch. In den letzten Jahren haben sich verschiedene Produkte entwickelt. Inzwischen sind sogar Platten aus gepresstem Heu verfügbar, welches neben den sehr guten Auswirkungen auf die Luftfeuchtigkeit hat und auch noch wunderschön duftet.

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